Aufarbeitung Triebwagen 218 (ex 5403)

Meldung vom 19. November 2010

In den letzten Monaten wurde weniger am Wagen direkt gearbeitet, vielmehr musste das dicht neben der zweiten neu zu bauenden Wagenseite lagernde Holz größtenteils verarbeitet werden um Baufreiheit zu bekommen. Nebenbei wurde durch Andreas Kubig auch noch der historische Triebwagen 73 der Schöneicher Strassenbahn lackiert, so das am TW 218 die Arbeiten etwas stockten.
Zwischenzeitlich entstanden die Sitzflächen und Rückenlehnen für die Klapplehnensitzen, der Perronfußboden liegt einbaufertig bereit, der Wagenfußboden ist roh zugerichtet, die Fußrosten sind fertig gestellt und auch die Perrondachrahmen nehmen Form an. Ebenso sind sämtliche Spriegel und Längsbalken für das Wagendach angefertigt.
Nachdem nun die Seite freigeräumt war, begann der Aufbau der zweiten Wagenwand in der gleichen Reihenfolge, wie weiter unten beschrieben die erste Wand. Am 06. November konnte der rohbaufertige Wagenkasten auf die Drehgestelle herabgelassen werden und, von Triebwagen 2 gezogen, die Werkstatthalle verlassen. Hierauf kam der Wagen in die Fahrgestellwerkstatt, wo die Perronträger angebracht und ausgerichtet wurden. Beim Durchfahren der engen Gleisbögen auf dem Betriebshof zeigte sich, dass die Gleitplatten für die Drehgestelle sehr exakt positioniert wurden, es gab keinerlei Probleme, ein Erfolgserlebnis für uns.
Am 18. November konnte unter Zuhilfenahme des Gabelstaplers das Wagendach herabgenommen werden, hier kann nun, nach Einbau des Fußbodens, der Neubau beginnen.
Im Schlossereibereich wurde mit dem Bau der Klapplehnensitze begonnen, diese anspruchsvolle Arbeit, die eine hohe Präzision erfordert, wird vom Werkmeister Uwe Eckart und von Günter Grosche durchgeführt.
Die Aufarbeitung der Bremsenteile aus den Drehgestellen des Strausberger TW 1 nähert sich auch dem Ende, mit dieser Aufgabe ist Gerald Augustin voll ausgelastet. Viele Teile waren derart verschlissen, dass ein Neubau günstiger als die Überarbeitung war.
Joachim Kubig hat in der letzten Zeit die Fahr- und Bremswiderstände sowie die Automaten fertig gestellt. Die nächste Aufgabe für ihn wird die Restaurierung der AEG Bahnheizkörper und des Hörnerblitzableiter sein.


Hof

Foto: © A. Kubig

TZ

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Foto: © A. Kubig

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Meldung vom 10. Mai 2010

Nachdem die Sanierung des Bodenrahmens und die Einrichtung der Gleitplatten für die Drehgestelle ihren Abschluss gefunden hat, konnte nun mit dem Aufbau der ersten Seitenwand begonnen werden. Zuerst wurden die vorgefertigten Säulen eingepasst und ausgerichtet. Alsdann kam das restliche Fachwerk zum provisorischen Einbau. Nachdem alles korrekt saß, erhielten die Hölzer an den Verbindungsstellen einen schützenden Anstrich und der endgültige Zusammenbau konnte beginnen.
Alle Hölzer wurden verschraubt und an bestimmten Stellen, dem Originalaufbau entsprechend, verkeilt. Im Anschluss an diese Arbeiten wurde mit dem Einpassen des Stehblechwinkels begonnen, danach wurde dieser mit den benötigten Bohrungen für die Nieten und die Befestigung versehen.
Hierauf folgte im Innenbereich des Winkels ein kompletter Anstrich und danach der Einbau des nunmehr 7.190 mm langen Bauteils. Zur Erreichung der geforderten Stabilität wurde nun das 4 mm starke Stehblech eingebaut und abschließend der Winkel zur Aufnahme der Scheuerleiste angeschweißt.
In der nächsten Zeit wird nun die zweite Seitenwand in gleicher Art und Weise entstehen, sodass der Wagen zum Jahresende wieder auf die Drehgestelle abgesetzt werden kann und der Neubau des Wagendaches beginnen kann.


Hof

Foto: © A. Kubig

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Foto: © A. Kubig

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Foto: © A. Kubig

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Foto: © A. Kubig


Meldung vom 01. Dezember 2009

Die Aufarbeitung des Bodenrahmen von Triebwagen 218 (5403) geht der Vollendung entgegen. Der Mittelbereich ist bereits fertig und am Sternende sind wir gerade dabei die Gleitplatten für die Seitendruckverteiler neu einzumessen. Durch die starken Verrostungen der Bodenrahmenverstärkungen haben sich die Balken im Laufe der Zeit verformt. Die neuen Verstärkungen bringen die Balken zwar wieder in Form, dennoch haben die Gleitplatten nicht mehr die Position, die einen exakten Lauf gewährleisten, daher ist es notwendig diese Platten neu zu positionieren. Wenn diese Arbeiten am Sternende erledigt sind, folgt die gleiche Aufgabe noch einmal am Ringende. Im Anschluß daran wird die linke Seitenwand dann wieder aufgebaut und nebenher die Brems- und die Luftanlage eingebaut.
Zeitgleich wurde mit der Aufarbeitung der Dachwiderstände begonnen. Wenn diese fertig sind, haben wir zusammen mit den restaurierten Fahrschaltern und Automaten einen Großteil der elektrischen Ausrüstung einbaubereit.
Eine andere große Fleißarbeit geht ebenfalls der Vollendung entgegen, die Scherengitter. Diese Gitter verschließen später die Einstiege des Wagens und wurden nach einem, im 2990 eingebauten, Originalstück angefertigt. Anschließend werden die Klapplehnensitze, von denen eine große Anzahl von Gußteilen schon bereit liegt, in Angriff genommen.


Hof

Diese Aufnahme entstand beim Rangieren am 15. August nach Fertigstellung der beiden Trennwände

Foto: © A. Kubig

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Am 21. November entstand diese Aufnahme. Hier ist der Wagenkasten nach dem Ausrichten und Aufbocken zu sehen. Das war nötig um die Drehgestelle unter dem Wagen zu verschieben um die Gleitplatten einzubauen zu können.

Foto: © A. Kubig


Meldung vom 10. Juni 2009

In Woltersdorf machen die Arbeiten am Triebwagen 5403 sichtbare Fortschnitte.

5403 in WoltersdorfBlick in die Woltersdorfer Werkstatt

© Foto: Andreas Kubig