Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG

Großraumzug der BVG-Ost Typ TDE/BDE

8002 TDE 8002 im Jahr 1959 im Linieneinsatz an der Schappachstraße
© Foto: Siegfried Wiese

TDE 001 Triebwagen 218 001, hier schon nach der Anpassung an die Serienfahrzeuge

© Foto: Lutz Stumpf

TE + BDE Reko_TE mit Bw. Typ BDE am 26.12.1983 auf Linie 4 an der "Revaler Straße"

© Foto: Uwe Engel

Wie im Westen Deutschlands war auch die DDR-Industrie um die Entwicklung neuer Großraumfahrzeuge bemüht. Erstes Ergebnis war ein 1952 vom Waggonbau Werdau nach Berlin gelieferter Versuchszug mit 2,50 Meter Breite.
Aufgrund mehrfacher Umstrukturierungen in der Waggonindustrie wurde die Weiterentwicklung ab 1953 beim Waggonbau Ammendorf und 1958 in Gotha weitergeführt. Ein neu konzipierter Prototyp, der 1958 ebenfalls nach Berlin kam (begonnen in Ammendorf, fertig gestellt in Gotha), versprach einen Durchbruch. Er ging 1959 als Nummer 8002 in den Bestand über und erhielt 1971 die Nummer 218 001. In den 1970er Jahren wurde die Stirnfront den Serienfahrzeugen angepasst. Damit verlor er seine abgeschrägte Frontscheibe. Holzinnenausstattung, Fensterteilung und Holzdach blieben jedoch erhalten. So war er bis 1989 im Einsatz. Seit 1990 vervollständigt dieser Triebwagen den Bestand der historischen Fahrzeuge und wird gegenwärtig ausstellungsgerecht vorgehalten.
Die Serienfertigung der Großraumzüge, bestehend aus einem Trieb- und Beiwagen, begann 1961. Wegen Lieferrückständen von Zulieferbetrieben wurde zuerst mit der Auslieferung der Beiwagen begonnen. 1962 folgten die ersten Triebwagen. 1964 endete die Lieferung zunächst aufgrund für 1965 durch den Hersteller ausgesetzter Lieferungen und dann aufgrund des Mitte 1965 abgeschlossenen Staatsvertrages mit der CSSR zur Verlagerung der Straßenbahnproduktion aus der DDR. Berlin erhielt ab Werk einschließlich der Prototypen 33 Triebwagen ( Nr. 8002 bis 8034) und 89 Beiwagen ( Nr. 3002 bis 3090). Die Beiwagen kamen teilweise auch mit den Reko-Triebwagen in der Kombination TE / BDE zum Einsatz, da infolge der verzögerten Lieferung der Schaltwerke für die Triebwagen bei Produktionsende ein Überbestand von 56 Beiwagen entstanden war. 1968 bis 1970 folgten gebraucht weitere 33 Trieb- und Beiwagen aus Dresden und Magdeburg hinzu (Nr. 8034 bis 8067 und 3091 bis 3123). Mit Einführung der EDV-Nummern im Jahre 1971 wurde die gesamte Serie als 218 001 – 066 (Triebwagen) und 268 001 – 122 (Beiwagen) bezeichnet.
1962 lieferte Gotha die ersten Triebwagen. Mit Baujahr 1963 und Inbetriebnahme 1964 gelangte Triebwagen 8026 in den Bestand nach Berlin (seit 1971 unter der Nummer 218 025). Sein Einsatz währte bis 1995, dann wurde er als historischer Wagen gesichert. Er wird ausstellungsfähig vorgehalten.
1963 baute der Waggonbau Gotha den Beiwagen 3059, ab 1971 Nummer 268 058. Er war bis 1996 im Planeinsatz. Seitdem gehört er zur historischen Fahrzeugsammlung.


TDE/BDE

© Foto: Lutz Stumpf

BDE

© Foto: Lutz Stumpf

 

Technische Daten:
Wagen: Triebwagen
218 001
Triebwagen
218 025
Beiwagen
268 058
Hersteller: Waggonbau Gotha in Kooperation mit Waggonbau Ammendorf Waggonbau Gotha Waggonbau Gotha
Typ: TDE 58 TDE 64 BDE 64
Baujahr: 1958 1963 1963
vergebene Nummern: 8002
218 001 (ab 1971)
8026
218 025 (ab 1971)
3825 (ab 1993 - nicht angeschrieben)
3059
268 058 (ab 1971)
3958 (ab 1993 - nicht angeschrieben)
Länge: 14.130 mm 14.103 mm 14.103 mm
Breite: 2.200 mm 2.200 mm 2.200 mm
Höhe: 3.050 mm 3.065 mm 3.065 mm
Eigenmasse: 18.500 kg 18.000 kg 12.000 kg
Motorleistung: 4 x 55 kW 4 x 55 kW antriebslos
Sitzplätze: 26 25 28