Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG

Beiwagen 1688 der Berliner Straßenbahn

Bw. 1688
Beiwagen 1688 auf dem Betriebshof Niederschönhausen
© Foto: Frank Hohmann

Bw. 1688
Beiwagen 1688 in Niederschönhausen, hier noch ohne angeschriebene Nummer
© Foto: Lutz Stumpf

Als besonderes Angebot für die warme Jahreszeit galten, in einzelnen Exemplaren ab 1880, in großem Stil ab 1891, bei der Straßenbahn seitlich vollkommen offene Beiwagen. Zwar gab es frühzeitig Ansätze zu universell verwendbaren Wagen, jedoch baute man auch eine Reihe von Wagen, die nur im Sommer nutzbar waren.
Aus einer solchen Reihe stammte der frühere Beiwagen 147 der Berlin-Charlottenburger-Straßenbahn (BCHS). Zwischen 1914 und 1917 wurde die Wagenserie auf geschlossene Seitenwände umgebaut. Im Jahr 1920 erhielt er dann bei der Berliner Straßenbahn (BSt) die Nummer 663.
Ein weiterer Umbau im Auftrag der Berliner Straßenbahn um 1926 brachte aber seine erneute "Auferstehung" als Sommerwagen, jedoch mit vergrößerten Plattformen und halbgeschlossenen Seitenwänden. Gleichzeitig erhielt er nunmehr die Nummer 1688. Dieser Zustand währte jedoch auch nur sehr kurz, Ende der 1920er Jahre hängte man wieder Fensterrahmen ein und nutzte ihn nur noch als Einrichtungswagen auf Ringlinien. Um 1933 endete sein Einsatz und er wurde als Gartenlaube nach Niederschöneweide verkauft.
1988 konnte der Wagen von hier geborgen werden. Er wurde teilweise im Zustand von 1926 restauriert und wird derzeit ausstellungsfähig vorgehalten.

Technische Daten:
Hersteller: vermutlich Falkenried
Nummernreihe: 1677 - 1696
Baujahre: 1899 - 1901
Länge Wagenkasten: 5.320 mm
9.120 mm (nach Umbau)
Breite Wagenkasten: 2.020 mm
Eigenmasse: 4.700 kg
Sitzplätze: 24