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5. Veränderungen in den 1980er Jahren:
neues Wohngebiet und alte Fahrzeuge

Bereits 1977 begannen die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Wohngebietes Waldstadt II. Der Aufbau des Wohngebietes selbst zog sich bis 1985 hin und fand seinen Abschluss in der Bebauung am Caputher Heuweg. Direkt gegenüber dem bereits bestehenden Wohngebiet Waldstadt I gelegen konnte die verkehrsmäßige Erschließung der Waldstadt II durch die ohnehin vorhandene Straßenbahntrasse erfolgen.

Aber auch die neue Straßenbahnstrecke zum Stern (1982) brachte Veränderungen für die Rehbrücker Strecke mit sich: der gestiegene Bedarf an Tatra-Wagen führte dazu, dass die Linie 3 fortan wieder mit Gotha-Wagen befahren wurde. Um im Bereich der Heinrich-Mann-Allee bessere Umsteigebeziehungen zum Bus herstellen zu können, wurde die Haltestelle Ravensbergweg einige Meter in Richtung Bhf. Rehbrücke verschoben. Im Jahre 1984 wurde den Forderungen vieler Waldstädter entsprochen und die alte Haltestelle Forsthaus verschoben und in Toni-Stemmler-Str. umbenannt.

1984 wurde wegen umfangreicher Bauarbeiten über ein provisorisches Gleisdreieck gewendet.

© Foto: Andreas Gust

Im selben Jahr gab es an der Wendeschleife in Rehbrücke etwas ganz Besonderes zu beobachten: Wegen umfangreicher Baumaßnahmen (vorgesehener dreigleisiger Ausbau der Wende-schleife) wurde im Zeitraum Juli bis November 1984 über ein provisorisches Wendedreieck im Caputher Heuweg umgesetzt. Das dritte Gleis wurde dann aber nicht vollendet, sondern endete abrupt an einem Baumstumpf. So musste der Betriebsalltag mit den drei Linien 1, 2 und 3 mit nur zwei Wendegleisen realisiert werden.

Durch die Eröffnung der Neubaustrecke nach Babelsberg und der damit verbundenen Einführung einer HVZ-Linie 9 kehrten Gotha-Wagen auch auf die Linie 1 zurück. Dieser Zustand sollte noch einige Jahre andauern, bis ab Sommer 1989 gebrauchte Tatras aus Berlin in größerer Stückzahl übernommen werden konnten.

Eine flexiblere Betriebsführung bot ab November 1987 ein Verbindungsgleis von der Rehbrücker Strecke zum Wohngebiet Am Stern, welches erstmalig 1988 während einer Baumaßnahme regulär genutzt wurde. Die Bahnen fuhren dann auf direktem Wege vom Bahnhof Rehbrücke zum Stern.