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4. Erprobung und Einführung einer neuen Generation von Straßenbahnwagen

Von Januar bis September 1975 fanden auf der Straßenbahnstrecke Kapellenberg – Bhf. Rehbrücke Testfahrten mit neuen Straßenbahnwagen statt: aus der Tschechoslowakei stammen die beiden Wagen mit der Typen-bezeichnung KT4D.

Mit dem Testeinsatz sollte die Eignung dieses Fahrzeugtyps für Potsdam und andere Städte in der DDR geprüft werden. Ab Mai 1975 erfolgten die Testfahrten dann auch mit Fahrgästen. Die Erfahrungen, die während der Testphase gesammelt wurden, ließ der Hersteller ČKD in Prag in die spätere Serienfertigung dieser Fahrzeuge einfließen.

Nach Beendigung der Testphase wurde mit den beiden Fahrzeugen am 9. Oktober 1975 der reguläre Linienbetrieb aufgenommen.

Anfang der 1980er Jahre: Tatra-Wagen in Doppeltraktion mit rot-weißem Lack warten in Rehbrücke auf die Abahrt.

© Foto: Sammlung DVN

Die ersten neuen Serienwagen vom Typ KT4D erhielt Potsdam im Frühjahr 1978. Sie wurden zunächst auf den Linien 2 und 3 eingesetzt und lösten nach und nach die LOWA-Züge aus den 1950er Jahren ab.

Wegen mangelnder Stromversorgung konnten die Tatra-Wagen zunächst nur im Solobetrieb verkehren. Die Bildung von Doppeltraktionen aus zwei Wagen wurde erst ab Oktober 1980 ermöglicht und auf der Linie 1 praktiziert.

Für die im Bau befindliche Straßenbahnstrecke zum Wohngebiet Am Stern wurden im August 1982 zwischen den Haltestellen Waldstraße und Ravensbergweg die Weichen für den Abzweig der Neubaustrecke eingebaut.