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3. „Ohne Schaffner“ und auf zwei Gleisen in die Waldstadt

So sah die Strecke vor dem zweigleisigen Ausbau aus.

© Foto: Sammlung DVN

Auf der Straßenbahnlinie 2 wurde am 7. Juni 1964 der OS-Betrieb (Ohne Schaffner) eingeführt. In den Wagen befanden sich so genannte Zahlboxen, in denen die Fahrgäste ihren Obolus einwarfen und einen Fahrschein entnahmen. Da die Entnahme des Fahrscheins prinzipiell auch ohne die Entrichtung des Obolus möglich war, nahm in den kommenden Jahren das „Schummeln“ und Schwarzfahren stark zu.

Im Laufe des Jahres 1966 begann auf einer Länge von knapp 2 km der zweigleisige Ausbau vom Ravensbergweg zum Bahnhof Rehbrücke. Dies erfolgte in mehreren Etappen und zum Teil in neuer Trassierung. Ganz besonders spürbar wurde das bei der Einfahrt in die Wendeschleife Rehbrücke.

Das fertig gestellte zweite Gleis wurde im Juli 1966 in Betrieb genommen. Aber auch das bereits exisitierende alte Gleis wurde 1967 saniert. Steigendes Fahrgastaufkommen nach dem Bau der Waldstadt ließ sogar einen 4-Minuten-Takt im Berufsverkehr zu.