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2. Die ersten Jahre nach dem Krieg:
Aufbau, zweigleisiger Ausbau und eine neue Wendeschleife

Bereits im März 1946 konnte der Straßenbahnverkehr auf der Linie 2 wieder rollen, nachdem die Strecke drei Wochen lang vorher instand gesetzt worden war.
Dazu mussten durchschossene Tragseile repariert werden; die Oberleitung konnte – bis auf auf ein kurzes Stück – aus altem Material wieder zusammengeflickt werden.

Bis 1950 bestimmten neben den regulären Straßenbahnen auch Güterstraßenbahnen das Bild auf dieser Strecke: für Bautätigkeiten in der Innenstadt wurde Sand aus einer Grube im Bereich der heutigen Waldstadt I in Güterloren transportiert. Dazu diente ein spezieller Gleisanschluss, der die Saarmunder Straße querte.

Ab 1950 erreichten die ersten Neubaustraßenbahnwagen (Lowa-Wagen) aus DDR-eigener Produktion Potsdam.

Bis 1951 wurde das Teilstück zwischen Waldstraße und Ravensbergweg zweigleisig ausgebaut. Dafür wurden auch Gleisstücke der endgültig stillgelegten Strecke zum Schützenhaus genutzt.

Die Endstelle am Bhf. Rehbrücke wurde 1952 von einer Kuppelendstelle zu einer Wendeschleife umgebaut.
Vorteil: Das Umsetzen der Triebwagen konnte nun entfallen.

Recht rege ging es im Oktober 1955 an der Haltestelle Ravensbergweg zu. Wagen 108 mit einem Beiwagen auf der Linie 2 zum Bhf. Rehbrücke.

© Foto: Sammlung DVN

Ab Mai 1952 endeten in Rehbrücke zwei Linien. Neben der Linie 2 (Glienicker Brücke – Bhf. Rehbrücke) verkehrte auch die Linie 3 von der Alleestraße kommend bis zum Bhf. Rehbrücke. Im Jahre 1955 wurde der südliche Endpunkt der Linie 3 wegen geringer Auslastung wieder zum Hauptbahnhof zurückgezogen.

Am 10. Dezember 1961 trat ein neuer Straßenbahn-Linienplan in Kraft: Nach wie vor fährt die Linie 2 zum Bhf. Rehbrücke. Allerdings kommt sie nun von der Puschkinallee. Die Linie 3 fährt zwischen Holzmarktstraße und Ravensbergweg.

Zur Verstärkung wurde im Berufsverkehr ab Juni 1962 die Straßenbahnlinie 13 eingeführt. Sie fuhr zwischen Bhf. Rehbrücke und dem neuen Hauptbahnhof in der Pirschheide.

Bereits Mitte Juli 1962 gab es erneut Veränderungen im Liniennetz: Einführung einer Linie 1 zwischen Bhf. Rehbrücke und Hauptbahnhof. Dafür entfällt die erst vor einigen Wochen eingeführte Linie 13. Die Linie 3 wird verkürzt zwischen Platz der Einheit und Holzmarktstraße betrieben.