Der geschichtliche Hintergrund

Von einem öffentlichen Personennahverkehr spricht man seit der Eröffnung der ersten Berliner Pferdeomnibuslinien am 1. Januar 1847. Seither haben die öffentlichen Verkehrsmittel die Entwicklung der Stadt Berlin sowie des Umlandes wesentlich beeinflusst und sind ein Stück Lebensumwelt jedes einzelnen geworden. Außerdem gaben Berliner Firmen, wie z.B. AEG, Orenstein & Koppel, Siemens und Waggon-Union weltweite Impulse für die Entstehung neuer Nahverkehrs-Systeme und Ausrüstungen.

Wir über uns – der Verein stellt sich vor

Der Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V. ist bestrebt, ein Stück dieser Geschichte in einem fahr- bzw. ausstellungsbereiten Zustand für eine breite Öffentlichkeit zu erhalten. Dazu wird fast jedes Handwerk bei uns benötigt. Vom Tischler über den Schweißer bis zum Schriftenmaler findet jeder seine Beschäftigung. Mittlerweile gibt es in Berlin Arbeitsgruppen für Straßenbahnen und Busse, in Eberswalde eine Obus-Gruppe und auch in Potsdam betreut eine Arbeitsgruppe die historischen Straßenbahnen. Für die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder ist es natürlich ein ganz besonderes Highlight, wenn ein Fahrzeug nach mehreren tausend Arbeitsstunden frisch restauriert in den „Zweiten Frühling“ startet. Für die öffentlichen Einsätze im Gelegenheitsverkehr können Mitglieder, die bereits einige Zeit in ihrer Gruppe zuverlässig gearbeitet haben, zum Schaffner bzw. zum Fahrer ausgebildet werden.

Unsere Arbeitsgruppen

Die Arbeitsgruppe Straßenbahnen trifft sich auf dem Betriebshof Köpenick. Sie betreut eine Sammlung von rund 50 Straßenbahnen in Berlin – von der Pferdebahn bis zum Tatra-Straßenbahnwagen.

Der Bereich Omnibus der Arbeitsgruppe Straßenbahn betreut historische Omnibusse in Berlin, die vorrangig im früheren Ostteil der Stadt im Einsatz waren. Zu besonderen Anlässen stellen wir diese Fahrzeuge zur Besichtigung aus.

Die Arbeitsgruppe Obus trifft sich in Eberswalde – der letzten ostdeutschen Stadt mit Obusbetrieb – auf dem Betriebshof Nordend, restauriert Obusse und organisiert deren Einsätze in Eberswalde und zu ganz besonderen Anlässen auch in anderen Obus-Städten.

Die Arbeitsgruppe Potsdam betreut den Einsatz der historischen Straßenbahnen in Potsdam, organisiert eigene Veranstaltungen und arbeitet sehr eng mit den Stadtwerken Potsdam zusammen. Die Gruppe trifft sich in den Vereinsräumen unweit vom S-Bahnhof Babelsberg.

In der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit/Geschichte gibt es weitere interessante Aufgaben. Zum Beispiel den Souvenirverkauf oder Führungen durch die Fahrzeug-Sammlungen für interessierte Besucher. Mitglieder erarbeiten auch Broschüren, Beiträge und Ausstellungskonzepte zur Geschichte der Berliner Verkehrsmittel.